Politik

Nebentätigkeit CDU-Mann erntet auch parteiintern Kritik

Druck auf Amthor wächst

Archivartikel

Schwerin/Berlin.Die Tätigkeit des CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor für ein US-Unternehmen sorgt nun auch parteiintern für deutliche Kritik. „Mit so etwas macht man sich politisch angreifbar. Ein Abgeordneter sollte sich immer im Klaren sein, welche Folgen das eigene Handeln hat. Vertrauensverlust wiegt schwer“, sagte der kommissarische Landesvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommerns, Eckhardt Rehberg, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Schwerin. Bei „Bild Live“ kommentierte er das Handeln Amthors, der für den Vorsitz der Landes-CDU kandidiert, mit den Worten: „Das war nicht gerade klug und clever, was er gemacht hat.“

Beratungen am Freitag geplant

Rehberg, der ebenfalls Mitglied des Bundestags ist, forderte seinen Parteikollegen auf, für vollständige Aufklärung zu sorgen. Er müsse alles auf den Tisch packen, auch, wie teuer Flugreisen und Hotelübernachtungen gewesen seien und wer diese bezahlt habe. Amthor wird nach Angaben Rehbergs zur Landesvorstandssitzung am Freitag in Güstrow erwartet. Dort werde über das Vorgehen bei der geplanten Vorstandswahl beraten, kündigte der 66-Jährige an. Amthor ist nach dem Rückzug von Justizministerin Katy Hoffmeister einziger Bewerber für die Wahl, die wegen Corona verschoben worden war. Amthor steht in der Kritik, weil er sich bei der Bundesregierung für das US-Unternehmen Augustus Intelligence eingesetzt hatte. dpa

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