Politik

„Druck auf Russland aufbauen“

„Ich glaube, dass die Haltung der Bundesregierung richtig ist. Einen militärischen Einsatz Deutschlands in Syrien wird es nicht geben“, erklärte Karl A. Lamers (CDU), Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Heidelberg und stellvertretender Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, gestern dieser Zeitung. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) einer deutschen Beteiligung an einem eventuellen Militärschlag eine klare Absage erteilt.

„Was da in Syrien an Gräueltaten geschehen ist, verstößt gegen elementare Regeln des humanitären Völkerrechts. Es bedarf dringend eines Zeichens, dass wir das nicht hinnehmen“, so Lamers weiter. Er bedaure, dass es aufgrund der Blockadehaltung Russlands nicht gelinge, im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen Resolutionen zu beschließen. „Es muss Druck auf Russland aufgebaut werden, da Russland Einfluss auf das Assad-Regime hat.“ Europa müsse zu einer einheitlichen Posi-tion gelangen und Russland erkennen, dass es auch in seinem Interesse sei, „in dieser Frage mit dem Westen zusammenzuarbeiten und seine aggressive Politik zu ändern“. kla