Politik

Elbestadt erinnert an ihre Zerstörung vor 75 Jahren

Dresden.„Dresden war jetzt wie der Mond, nichts als Mineralien“, schrieb einst der US-Schriftsteller Kurt Vonnegut, der die Luftangriffe auf die Stadt im Februar 1945 als Kriegsgefangener miterlebt hatte. An diesem Donnerstag erinnern Menschen in Dresden an die Zerstörung der Stadt, unter anderem der Frauenkirche (Bild), vor 75 Jahren. Um Dresdens Zerstörung tobt seit langem ein Kampf um die Deutungshoheit. Er dreht sich etwa um Opferzahlen, angebliche Angriffe von Tieffliegern und den Mythos von Dresden als „unschuldige Stadt“. Sowohl das Nazi-Regime als auch später die DDR-Führung hatten die Luftangriffe instrumentalisiert, sagen Historiker Johannes Schütz sowie Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Erst in den 1980er Jahren sei die Betrachtung differenzierter geworden. dpa

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