Politik

Brexit Gesetz nimmt Hürde im britischen Unterhaus

Ende der Freizügigkeit

Archivartikel

London.Dreieinhalb Monate nach dem Brexit hat das britische Unterhaus das Gesetz zur Beendigung der Freizügigkeit für europäische Arbeitskräfte verabschiedet. Bürger aus der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sollen demnach ab 2021 keinen freien Zugang zum britischen Arbeitsmarkt mehr haben. Die Abgeordneten stimmten am Montagabend wie erwartet mit deutlicher Mehrheit – 351 zu 252 Stimmen – für den Gesetzesentwurf. Er muss nun noch das Oberhaus passieren.

Die Regierung will bei der Einwanderung ein Punktesystem nach australischem Vorbild durchsetzen. Dabei sollen Arbeitskräfte mit besonderen Qualifikationen bevorzugt werden. Die genauen Kriterien hierfür müssen jedoch noch festgelegt werden. Innenministerin Priti Patel sprach von einem System, das „fairer und einfacher“ sei. Die Opposition kritisierte, dass sich Arbeitskräfte unwillkommen fühlten.

Die „Times“ warnte am Dienstag vor allem vor den möglichen Auswirkungen im Gesundheitsbereich. Dort sind offiziellen Angaben zufolge schon jetzt mehr als 100 000 Stellen für Ärzte und Pfleger nicht besetzt – das macht sich besonders in der Corona-Krise bemerkbar. 

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