Politik

Konflikt Präsident warnt US-Truppen in Syrien

Erdogans „osmanische Ohrfeige“

Istanbul.Vor dem Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson in der Türkei verschärfen sich die Spannungen zwischen Ankara und Washington. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan warnte die US-Truppen in Manbidsch davor, einem möglichen türkischen Angriff auf die Kurdenmiliz YPG in der nordsyrischen Stadt im Wege zu stehen. In einer Ansprache vor der Fraktion seiner Partei AKP in Ankara drohte er den amerikanischen Soldaten für diesen Fall mit einer „osmanischen Ohrfeige“. Tillerson wird am Donnerstag in Ankara erwartet.

„Natürlich werden wir nicht absichtlich auf sie zielen“, sagte Erdogan. „Aber wir verkünden jetzt schon, dass wir jeden Terroristen, den wir sehen, vernichten und ausmerzen werden – angefangen mit denen, die direkt neben ihnen stehen. “ Erdogan fügte hinzu: „Es ist ganz klar, dass diejenigen, die sagen ,Wir reagieren hart, wenn sie uns angreifen’, in ihrem Leben noch keine osmanische Ohrfeige verpasst bekommen haben.“ Die „New York Times“ hatte US-General Paul Funk zitiert, der demnach mit Blick auf die Türkei gesagt hatte: „Wenn Ihr uns angreift, werden wir hart reagieren. Wir werden uns verteidigen.“

Die türkische Armee hat im Januar eine Offensive gegen die YPG in der nordsyrischen Region Afrin begonnen. Erdogan drohte damit, danach die YPG in Manbidsch anzugreifen. 2016 hatte eine von der YPG geführte und von den USA unterstützte Koalition Manbidsch von der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) befreit. dpa