Politik

Rechtsextremismus Keine Hinweise auf Hintermänner

Ermittlung eingestellt

Archivartikel

München.Die vor mehr als fünf Jahren neu aufgenommenen Ermittlungen zum Oktoberfestattentat von 1980 sind eingestellt. Das sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Dienstagabend. Nach den Ergebnissen der neuen Ermittlungen handelte der Attentäter Gundolf Köhler damals aus einer rechtsextremistischen Motivation heraus. Hinweise auf Hintermänner oder Komplizen wurden aber auch nach mehr als tausend Vernehmungen und der Prüfung von Hunderten Spuren nicht gefunden. „Wir haben keine zureichenden, tatsächlichen Anhaltspunkte für die Beteiligung weiterer Personen als Mittäter, Anstifter oder Gehilfen an der Tat des Gundolf Köhler“, sagte der Sprecher. Laut „SZ“ wurden 1008 Zeugen befragt, 888 Hinweise überprüft und 300 000 Seiten Akten durchforstet.

Am Abend des 26. September 1980 hatten am Haupteingang zur Wiesn 1,39 Kilogramm TNT zwölf Festgäste in den Tod gerissen und mehr als 200 verletzt. Schrauben und Nägel erhöhten die Zerstörungskraft. Auch der Bombenleger und Rechtsextremist Gundolf Köhler starb. Der Geologie-Student Köhler war ein früherer Anhänger der dann verbotenen rechtsextremistischen „Wehrsportgruppe Hoffmann“. 

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