Politik

Russlandaffäre Ministerium geht gegen eigene Reihen vor

Ermittlungen eingeleitet

Archivartikel

Washington.US-Präsident Donald Trump hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, gegen die Verantwortlichen für die Ermittlungen in der Russland-Affäre vorgehen zu wollen. Wie die „New York Times“ berichtet, hat das Justizministerium nun offiziell Strafermittlungen eingeleitet. Geleitet werden diese von Bundesstaatsanwalt John Durham, der bereits an einem Gutachten für das Ministerium arbeitete. Durham erhält die Vollmacht, eine Grand-Jury einzuberufen und Zeugen vorzuladen, um den Anfängen der Ermittlungen in der Russland-Affäre auf den Grund zu gehen. Das beispiellose Vorgehen gegen Vertreter der eigenen Spionageabwehr und Auslandsgeheimdienste basiert auf Trumps Überzeugung, nicht Russland habe versucht die Präsidentschaftswahl zu beeinflussen, sondern westliche Geheimdienste – darunter die eigenen, die ihn verhindern wollten.

Sicher scheint, dass Barr den ehemaligen CIA-Direktor John O. Brennan und den ehemaligen Nationalen Geheimdienst-Direktor James Clapper ins Visier genommen hat. Potenziell richten sich die Ermittlungen auch gegen den gefeuerten FBI-Direktor James Comey und die Beamten, die 2016 die Ermittlungen unter dem Codenamen „Crossfire Hurricane“ eingeleitet hatten. tjs

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