Politik

Extremismus 35 Verstöße bei Eliteeinheit der Bundeswehr

Ermittlungen gegen KSK

Archivartikel

Berlin.Gegen Angehörige der teilweise aufgelösten Bundeswehr-Eliteeinheit “Kommando Spezialkräfte” (KSK) wird in insgesamt 35 Fällen ermittelt. In zehn Verfahren geht es um Verstöße gegen die “politische Treuepflicht„ der Armeeangehörigen. Das teilte das Verteidigungsministerium auf Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Martina Renner mit. Nach einer Reihe von rechtsextremistischen Vorfällen hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) im Sommer die 2. Kompanie des KSK aufgelöst. KSK-Soldaten sind zudem anscheinend stärker als bekannt in eine andere Affäre um rechtsextremistische Umtriebe einbezogen. Dabei handelt es sich um die Ermittlungen gegen den terrorverdächtigen Bundeswehroffizier Franco A.

Der Fall Franco A. hat im Jahr 2017 die Bundeswehr erschüttert. Der Generalbundesanwalt wirft ihm vor, einen Anschlag auf einen Politiker oder eine andere Person des öffentlichen Lebens geplant zu haben. Franco A. habe eines seiner Gewehre mit einem Zielfernrohr ausgestattet und ein Parkhaus der Amadeu Antonio Stiftung als mögliches Opfer ausgespäht. Und womöglich wollte A. die Tat einem Flüchtling in die Schuhe schieben, indem er sich eine falsche Zweitidentität als Asylbewerber zulegte. Wer Franco A.s Komplizen und Mitwisser waren, ist bis heute nicht vollständig geklärt. RND

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