Politik

Bildung Mehr Wertevermittlung in Südwest-Schulen

Ethikunterricht ab Klasse fünf soll kommen

Stuttgart.Die grün-schwarze Landesregierung plant den Ausbau des Ethikunterrichts an den weiterführenden Schulen. Die Ausweitung des Ethikunterrichts soll mit dem Schuljahr 2019/2020 in Klasse sieben beginnen. Im Schuljahr 2020/2021 soll dann die Einführung in Klasse sechs und im Schuljahr 2021/2022 in Klasse fünf folgen.

Lehrerstellen ausbauen

Ziel sei die „flächendeckende Einführung des Faches Ethik ab Klasse fünf an den auf die Grundschulen aufbauenden allgemein bildenden Schulen“, schreibt Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) in der Kabinettsvorlage. Das Konzept liegt dieser Zeitung vor. Dieses will der grün-schwarze Ministerrat in seiner nächsten Sitzung am 15. Mai beschließen. Bisher wird Ethikunterricht als Ersatzfach für den Religionsunterricht an den meisten Schulen ab Klasse sieben beziehungsweise acht angeboten. Zum Ausbau des Ethikunterrichts plant das Kultusministerium im Schuljahr 2019/2020 zunächst 71 Deputate ein. Diese sind bereits Bestandteil des aktuellen Doppelhaushalts der Landesregierung.

In den Schuljahren 2020/2021 und 2021/2022 sollen dann jeweils weitere 114 Deputate pro Klassenstufe und pro Schulart zusätzlich dazukommen. Zudem sollen die Lehrkräfte auch für den Ethikunterricht weitergebildet werden. „Es ist vorgesehen, pro Klassenstufe bis zu 1650 Lehrkräfte der Werkrealschulen/Hauptschulen, Realschulen, Gemeinschaftsschulen, sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren und bis zu 1000 Lehrkräfte der Gymnasien fortzubilden“, heißt es in der Vorlage.