Politik

Nordkorea Komitee fordert Atombombe gegen Japan

EU verschärft Sanktionen

Brüssel/Pjöngjang.Die Europäische Union verschärft wegen der Atomkrise ihre Sanktionen gegen Nordkorea entsprechend den Vorgaben der Vereinten Nationen. So sollen Nordkoreaner in der EU künftig keine Arbeitserlaubnis mehr bekommen, wie der Rat als Vertretung der EU-Länder in Brüssel mitteilte. Auch werde ein absolutes Verbot sämtlicher Ausfuhren von Kohle, Eisen, Eisenerz, Meeresfrüchten, Blei und Bleierz verhängt.

Unterdessen verschärft Nordkorea nach den neuen Sanktionen des UN-Sicherheitsrates seine Verbalattacken gegen die USA und ihre Verbündeten Japan und Südkorea. Das der herrschenden Arbeiterpartei unterstellte Asien-Pazifik-Friedenskomitee rief dazu auf, Japan mit einer Atombombe anzugreifen.

"Asche und Dunkelheit"

Mit der Nuklearwaffe sollten "die vier Inseln des Archipels ins Meer versenkt werden", hieß es in einer Erklärung. Das US-Kernland müsse zudem "zu Asche und Dunkelheit reduziert" sowie die Regierung in Seoul "mit einer Feuerattacke ausgelöscht werden", wurde das Komitee von den Staatsmedien zitiert.

Der Weltsicherheitsrat hatte am Montag auf Betreiben der USA die Sanktionen wegen eines verbotenen Atomtests einstimmig verschärft. Die Resolution deckelt Öllieferungen an Nordkorea. Textilexporte, ein extrem wichtiger Posten im Außenhandel des Landes, werden verboten. Die Regierung in Nordkorea erklärte daraufhin, den Sanktionsbeschluss kategorisch abzulehnen und von ihrem Atomprogramm nicht abrücken zu wollen. Japan habe sich den von den USA eingefädelten Sanktionen "eifrig" angeschlossen, heißt es weiter. "Japan braucht nicht mehr länger zu existieren." Auch verlangte das Komitee die Auflösung des UN-Sicherheitsrats, weil er den Anweisungen der USA folge. dpa