Politik

NSU 2.0 Name des 63-Jährigen stand unter Drohmails

Ex-Polizist streitet Vorwürfe ab

Archivartikel

Frankfurt/Landshut.Der in der Affäre um die rechtsextreme Drohschreiben-Serie „NSU 2.0“ in Landshut vorübergehend festgenommene Ex-Polizist hat die Vorwürfe gegen ihn entschieden zurückgewiesen. Das bestätigte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Dienstag.

Er habe nichts mit den Drohmails zu tun und wisse auch nicht, wer dahinterstecke, sagte der 63-Jährige im Gespräch mit „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR. Wie der Beschuldigte der „Landshuter Zeitung“ sagte, finde sich sein Name samt Anschrift am Ende der Drohmail. „Da stehen äußerst unflätige Sachen wie Verbrennen und Vergasen drinnen“, sagte der Mann der Zeitung. „Ein unterirdischer Schreibstil, der nicht mir entspricht.“ Er sprach von einer Kampagne gegen sich.

Bereits auffällig geworden

Am vergangenen Freitag waren der ehemalige Polizeibeamte und seine 55 Jahre alte Ehefrau festgenommen, kurz darauf aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft verdächtigt das Ehepaar, mehrere Schreiben mit beleidigenden, volksverhetzenden und drohenden Inhalten an Bundestagsabgeordnete und verschiedene andere Adressaten verschickt zu haben.

Der Mann soll schon in der Vergangenheit wegen des Vorwufs rechtsmotivierter Straftaten bei der Polizei aufgefallen sein. Dabei ging es um Volksverhetzung und Beleidigung, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. dpa

Zum Thema