Politik

Griechenland Gewerkschaften fordern mehr Geld

Fähren stehen still

Archivartikel

Athen.Knapp drei Monate nach dem Wahlsieg der Konservativen unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis haben griechische Gewerkschaften am Dienstag weite Teile des Staates und des Verkehrs bestreikt. Zum Arbeitskampf gegen weitere Sparmaßnahmen und Privatisierungen hatten die Gewerkschaft der Staatsbediensteten ADEDY und die kommunistische Gewerkschaft PAME aufgerufen.

Am stärksten von dem Ausstand betroffen war der Bereich Verkehr: Viele Fähren blieben wegen streikender Seeleute in den Häfen. Die Metro- und Busfahrer in Athen legten die Arbeit ebenfalls nieder. Zudem wurden Schulen und Behörden bestreikt, und auch Journalisten gingen in den Ausstand.

Um die Mittagszeit demonstrierten in Athen und anderen großen Städten Tausende auf den Straßen. „Wir wollen Lohnerhöhungen und keine Entlassungen“, skandierten sie.

Griechenlands letztes Spar- und Reformprogramm endete im August 2018. Athen steht seitdem zunehmend auf eigenen Beinen und kann sich selbst Geld am Kapitalmarkt leihen. Aus diesem Grund fordern nun auch die Gewerkschaften mehr Geld. dpa

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