Politik

CDU Bereits kommende Woche sollen die Führungsfragen in der Union geklärt werden

Fans von Merz und Spahn melden sich

Berlin.Auch wenn führende Unionspolitiker Ruhe und Geduld anmahnen, seit klar ist, dass Friedrich Merz CDU-Chef und damit auch Kanzlerkandidat werden will, erhält die Personalsuche in der Union eine zusätzliche Dynamik. Die ersten Unterstützer der Aspiranten kommen nun ebenfalls aus der Deckung. Annegret Kramp-Karrenbauer absolvierte in dieser Woche einen Erklärungsmarathon. Sehr ruhig, sehr klar, ganz bei sich und ihrer Entscheidung wirkte die Noch-CDU-Chefin, als sie ihren Gesprächspartnern die Lage erläuterte.

Merz bestätigte am Donnerstagabend indirekt seine Bereitschaft für eine Kandidatur zum CDU-Vorsitz. Er sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, sagte er bei einem Mittelstandsforum in Berlin. Auf die konkrete Nachfrage des Moderators, ob er für den Parteivorsitz und die Kanzlerkandidatur antrete, antwortete Merz aber nicht direkt.

Fakt ist: AKKs Zeitplan ist zu den Akten gelegt. Sie wollte über den Sommer und dann endgültig auf dem Parteitag im Dezember in Stuttgart die Führungsfragen klären. Nun wird es in der kommenden Woche schon Beratungen mit jenen Christdemokraten geben, die bereit sind, das Erbe der Saarländerin anzutreten. Ein Sonderparteitag wird somit immer wahrscheinlicher – wann und wo, darüber muss der Bundesvorstand beschließen. Frühestens acht Wochen danach kann dann der Konvent stattfinden. Aus dem Umfeld der Vorsitzenden hieß es, nach dem Ende der Gespräche in der nächsten Woche werde es Klarheit geben. In der Präsidiumssitzung am 24. Februar wolle AKK dann über die Ergebnisse informieren. Die CDU-Chefin stehe zudem „in ständigem Kontakt“ mit dem Vorsitzenden der CSU, Markus Söder. Bei der Münchner Sicherheitskonferenz an diesem Wochenende könnte es zu einem Treffen beider kommen. Führende Unionspolitiker mahnten zwar, nichts zu überstürzen: „Wir dürfen uns jetzt nicht unter Druck setzen lassen“, meinte Fraktionschef Ralph Brinkhaus im Gespräch mit dieser Zeitung. Gleichwohl geht alles schneller als gedacht.

Rückendeckung für Kandidaten

Am Donnerstag meldeten sich auch die ersten Unterstützer zu Wort. Seine Partei müsse jetzt eine Antwort auf die Fragen von morgen geben, sagte der Mannheimer Bundestagsabgeordnete Nikolas Löbel, dieser Zeitung. „Für diesen Generationenwechsel, für Aufbruch und Erneuerung steht Jens Spahn.“ Merz wiederum erhielt die Rückendeckung des CDU-Bundestagsabgeordneten Christian von Stetten, der wie Merz dem Wirtschaftsflügel der Union angehört. Nur für Laschet lehnte sich noch keiner öffentlich aus dem Fenster. (mit dpa)

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