Politik

Konflikte Russland verlangt Umsetzung der Waffenruhe

Feuerpause nach wie vor brüchig

Baku/Eriwan.Russland pocht im Konflikt um die Unruheregion Berg-Karabach auf die Umsetzung der vereinbarten Waffenruhe zwischen Armenien und Aserbaidschan. „Wir hoffen, dass die Entscheidungen von beiden Seiten strikt umgesetzt werden“, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Er äußerte sich nach einem Treffen mit seinem armenischen Kollegen Sohrab Mnazakanjan.

Die beiden verfeindeten Länder Armenien und Aserbeidschan hatten sich unter Vermittlung Lawrows auf eine Feuerpause verständigt, die am Samstag in Kraft trat, aber nach wie vor brüchig ist. „Das bedeutet nicht, dass alle Probleme schnell und gleichzeitig gelöst werden“, gab Lawrow zu bedenken. Das sei ein Prozess. Nach Lawrows Angaben unterstützt die Türkei die Übereinkunft. In dem jahrzehntealten Konflikt steht die Türkei auf der Seite von Aserbaidschan. Russland hat zu beiden Ex-Sowjetrepubliken Kontakte, besonders aber zu Armenien.

Beide Seiten werfen sich vor, für die Gefechte verantwortlich zu sein. „Wenn Aserbaidschan den Weg wählt, Gewalt als Methode zur Erreichung von Bedingungen (...) einzusetzen, wird es keine friedliche Lösung geben“, sagte der armenische Außenminister. Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev sagte einem türkischen Sender, für eine Waffenruhe müsse Armenien einsehen, dass es nie wieder in die zurückeroberten Gebiete zurückkehren werde. 

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