Politik

Studie Im Osten fallen Unterschiede deutlich geringer aus

Frauen erhalten 427 Euro weniger Rente als Männer

Archivartikel

Frankfurt.Frauen erhalten im Durchschnitt eine deutlich geringere Rente als Männer. In Deutschland sind es jeden Monat 427 Euro und damit 36 Prozent weniger. Dabei ist die Differenz in Ostdeutschland niedriger als im Westen. Dies zeigt eine Studie der DekaBank, die gestern in Frankfurt vorgestellt wurde.

„Aus der Lohnlücke im Arbeitsleben entwickelt sich im Alter eine Rentenkluft“, betont Gabriele Widmann, Volkswirtin bei der DekaBank. Dies treffe vor allem Frauen. Deshalb seien auch knapp 60 Prozent der Frauen mit ihrer Altersabsicherung unzufrieden. Eigentlich müssten sie sich, so Widmann, wegen der niedrigen Rente deshalb noch mehr um die Vorsorge kümmern als Männer.

„Längere Berufstätigkeit“

Freilich, das hatte unlängst eine andere Studie gezeigt, fehlt einem Drittel der Haushalte in Deutschland am Ende des Monats Geld, um überhaupt sparen zu können. Im Schnitt erhielten Männer der DekaBank-Studie zufolge in Deutschland 2017 eine monatliche Rente in Höhe von 1182 Euro. Frauen dagegen kamen nur auf 755 Euro.

Im Osten ist die Rente von Frauen rund 30 Prozent höher als bei Frauen im Westen. Die Unterschiede liegen nach Angaben von DekaBank-Volkswirtin Widmann daran, dass Frauen im Osten länger gearbeitet haben. „Durch die längere und oft ununterbrochene Berufstätigkeit konnten Frauen dort mehr in die Rentenkasse einzahlen.“ Generell ist der Unterschied zwischen der höchsten und niedrigsten Rente bei Männern mit 210 Euro – eine Spanne von 17 Prozent – geringer als bei Frauen. Hier bekommen Frauen im Saarland 494 Euro und damit fast die Hälfte weniger als Frauen im Osten Berlins bei 23 Prozent.