Politik

Installation Künstler bringt London-Luft nach New York

Gerüche der Welt

Archivartikel

New York.Schlechte Luft aus aller Welt gibt es in diesen Tagen auf dem Rasen der Vereinten Nationen in New York. Zum UN-Klimagipfel wurde die Installation „Pollution Pods“ des britischen Künstlers Michael Pinsky im UN-Nordgarten aufgestellt. Das Luftverschmutzungszelt sieht ein bisschen aus wie miteinander verbundene Iglus, doch in ihr stauen sich die Gerüche von Neu-Delhi, São Paulo, Peking, London und Tautra in Norwegen. Den Besuchern des Gipfels sollen damit die Unterschiede der weltweiten Luftqualität verdeutlicht werden.

Unter der Plane riecht es ein wenig wie früher beim Zelten, doch da ist noch etwas Anderes: Jeder Raum hat seinen eigenen Duft – oder Gestank. Tautra bei Trondheim ist frei von Schadstoffen und ein angenehmer Einstieg. Schon im Raum Peking liegt etwas Beißendes in der Luft, in Delhi drückt eine dunstige Hitze. Und nach São Paulo meint man, ein Kratzen im Hals zu spüren. Die Luft ist nicht wirklich schmutzig, sondern von einem Parfüm geschwängert, das der jeweiligen Luft in den Städten nachempfunden ist. 

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