Politik

Konflikte Westafrikanische Vermittlungsrunde gestartet

Gespräche über Mali

Bamako.Angesichts neuer Protestaufrufe gegen Malis Präsidenten Ibrahim Boubacar Keïta hat in dem Krisenstaat eine Vermittlungsrunde fünf westafrikanischer Staatschefs begonnen. Sie trafen am Donnerstag in der Hauptstadt Bamako ein, um nach gewalttätigen Protesten mit zahlreichen Toten und Verletzten eine Kompromisslösung auszuloten. Geplant sind Gespräche mit Keïta und Imam Mahmoud Dicko, der eine einflussreiche politisch-religiöse Oppositionsgruppierung anführt und der Anführer der Protestbewegung ist.

Eine Lösung des Konflikts gilt auch als wichtig für den Kampf gegen islamistische Terrorgruppen im Norden des Landes. In Mali sowie anderen Ländern der Sahelzone sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv, einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. In dem Land sind auch deutsche Soldaten als Teil der UN-Stabilisierungsmission Minusma sowie der EU-Ausbildungsmission EUTM Mali im Einsatz, wegen der Pandemie ruht EUTM Mali aber praktisch.

Die Opposition im Lande fordert den Rücktritt des Präsidenten. Seine Popularität war angesichts von Vorwürfen rund um Korruption und Wahlmanipulationen stark gesunken. Die Vermittler des westafrikanischen Staatenbündnisses Ecowas lehnen die Rücktrittsforderungen bisher ab. dpa

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