Politik

Gewinner: Trump

Archivartikel

Zwei Debatten, ein Gewinner. Niemand profitiert von dem Auswahlverfahren der Demokraten für den Herausforderer Donald Trumps mehr als dieser selbst. Die Top-Kandidaten können sich nicht aneinander reiben, weil sie an verschiedenen Tagen auf getrennten Bühnen stehen. Derweil müssen sie sich die knappe Zeit mit No-Name-Kandidaten teilen. Dabei heraus kommt zwangsläufig eine oberflächliche Debatte, die mehr von Phrasen als Erkenntnisgewinn geprägt wird.

Es wäre besser gewesen, bis wenige Wochen vor den ersten Wahlen Anfang Februar 2020 in Iowa zu warten und dann die fünf Spitzenreiter in den Umfragen auf eine Bühne zu stellen. Die erste der beiden Debatten von Detroit trug wenig zur Klärung der Kandidatenfrage bei. Es blieb unklar wie sich die Linken Bernie Sanders und Elizabeth Warren sich voneinander abgrenzen. Weil die führenden Moderaten, Kamala Harris und Joe Biden, erst am nächsten Tag auf dem Podium standen, blieb die Debatte zwischen den Flügeln der Partei Möchtegern-Darstellern überlassen.

Das vielleicht konkreteste Ergebnis ist das Verpuffen Beto O’Rourkes. Es gibt keinen Platz für zwei „Wunderjungen“ auf der Bühne. Die Rolle des jugendlichen Hoffnungsträgers übernimmt Pete Buttigieg, der mit einem soliden Auftritt seine Chancen wahrte.

Es wäre besser gewesen, zu diesem Zeitpunkt auf Debatten zu verzichten und stattdessen andere Formate wie Bürgersprechstunden und Foren zu wählen.

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