Politik

Verhaltensregeln Diesen Montag werden die Beschränkungen etwas gelockert / Kontaktbeschränkungen weitgehend unverändert

Händewaschen bleibt Bürgerpflicht

Archivartikel

Berlin.Obwohl sich Bund und Länder in vielen Punkten einig sind, kann es in den Bundesländern abweichende Regelungen geben. Klar ist: Die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Leben bleiben weitgehend bestehen – bis mindestens zum 10. Mai. Das heißt: Im öffentlichen Raum sind Zusammenkünfte von zwei Personen erlaubt – es sei denn, es handelt sich um Angehörige desselben Haushalts oder einer Familie. Im nichtöffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen treffen. Was ab Montag gilt und was kommt – ein Überblick.

Die neuen Regeln

Spielplätze öffnen unter Auflagen wieder. Einen einheitlichen Zeitpunkt für die Öffnung gibt es nicht.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sollen wieder zugelassen werden – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Kliniken sollen nicht mehr so viele Intensivbetten und Kapazitäten für Corona-Patienten freihalten.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen öffnen.

Auch Geschäfte mit einer Ladenfläche von mehr als 800 Quadratmeter dürfen öffnen.

Das kommt noch

Friseure dürfen ab Montag unter Auflagen wieder öffnen.

Passagiere der Lufthansa und ihrer Tochtergesellschaften müssen ab 4. Mai einen Atemschutz tragen.

Das wurde verschoben

Bis 6. Mai soll ein Konzept zur schrittweisen Öffnung von Schulen und Kitas kommen. Länder wie Sachsen-Anhalt, Saarland oder Bremen planen für Montag die Rückkehr bestimmter Schülergruppen.

Eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der ausgesetzten Fußball-Bundesliga und des Vereinssports wurde vertagt.

Das gilt weiter

In ganz Deutschland muss beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Großveranstaltungen wie Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern oder größere Konzerte bleiben bis mindestens 31. August 2020 untersagt.

Bars, Kneipen und Diskotheken sind geschlossen. Für Restaurants ist nur Außer-Haus-Verkauf erlaubt.

Studierende sind in Deutschland digital ins Sommersemester gestartet, mit Vorlesungen und Seminaren per Videostream.

Arbeitnehmer mit Erkältungsbeschwerden können sich per Telefon vom Arzt krankschreiben lassen. Die entsprechende Sonderregelung gilt bis 18. Mai.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist entweder nur mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer anderen Person erlaubt. Zu Menschen, die nicht im eigenen Haushalt leben, muss ein Abstand von mindestens 1,5 Metern eingehalten werden.

Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind nicht erlaubt.

Auf Reisen auch zu Verwandten soll verzichtet werden. Für Auslandsreisen gilt die weltweite Reisewarnung, verlängert bis Mitte Juni.

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, für Einkäufe, Arztbesuche, zur Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, die Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben möglich.

Alle Betriebe und besonders solche mit Publikumsverkehr sollen Hygienevorschriften einhalten und Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umsetzen.

Die Empfehlungen

Möglichst zu Hause bleiben.

Regelmäßig und gründlich Händewaschen.

Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge.

Körperkontakt wie Umarmungen und Händeschütteln vermeiden.

Möglichst keine öffentlichen Verkehrsmittel nehmen.

Bei Corona-Symptomen nicht direkt zum Arzt fahren, sondern vorher telefonischen Kontakt mit der Praxis oder dem Ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) aufnehmen. 

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