Politik

„Hartz-IV-Satz viel zu niedrig“

Archivartikel

Der Sozialverband VdK und der Paritätische Wohlfahrtsverband haben die geplante Erhöhung des Hartz-IV-Regelsatzes um sieben Euro im kommenden Jahr scharf kritisiert. „Sieben Euro reichen hinten und vorne nicht. Das sind gerade mal 23 Cent am Tag, die die Menschen mehr in der Tasche haben. Armut bekämpfen wir damit ganz sicher nicht“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der Deutschen Presse-Agentur.

Der Paritätische warf der Bundesregierung ein „unverschämtes Kleinrechnen“ der Regelsätze vor. Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider sagte laut einer Mitteilung: „Allein wenn die Bundesregierung das von ihr selbst gewählte Statistikmodell konsequent und methodisch sauber anwenden würde, müsste der Regelsatz nicht bei 439 Euro, sondern bei über 600 Euro liegen.“ Einem Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums zufolge soll der Satz für alleinstehende Erwachsene Anfang Januar 2021 von 432 auf mindestens 439 Euro steigen. Die Regelsätze werden alle fünf Jahre, wenn eine neue Einkommens- und Verbrauchsstichprobe vorliegt, neu festgesetzt. dpa

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