Politik

CDU Friedrich Merz kritisiert Parteifreund Philipp Amthor

„Hat Mist gemacht“

Archivartikel

Berlin/München.Der Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hat das Verhalten seines Parteifreundes Philipp Amthor kritisiert und als „Mist“ bezeichnet. „Man darf nicht seinen Briefbogen als Abgeordneter verwenden, wenn man um Unterstützung für ein Unternehmen bittet, dem man geschäftlich verbunden ist“, sagte der Wirtschaftspolitiker „Focus Online“. Da habe Philipp Amthor offenbar der Instinkt verlassen. „Er hat einfach Mist gemacht.“ Merz sagte, man dürfe „als einfacher Abgeordneter“ in „begrenztem Umfang berufliche Tätigkeiten ausüben“. „Aber es braucht dann volle Transparenz.“

Unternehmen nicht unterstützt

Das Bundesverkehrsministerium hat unterdessen darauf hingewiesen, dass das im Fall Amthor in die Kritik geratene Startup Augustus Intelligence vom Ministerium nicht finanziell unterstützt wird. Ein Sprecher räumte aber ein, dass es Kontakte zu der Firma gegeben habe. Im Zusammenhang mit der „Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung“ habe es einen Austausch mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen gegeben, zum Beispiel 2018 in Berlin.

Das Ministerium reagierte damit auf einen Artikel des „Spiegels“, der die Frage stellt, wie das Treffen mit dem Startup und den Vertretern gestandener deutscher Unternehmen zustande gekommen sei. Das Magazin schreibt, wenn nicht Amthor den Kontakt hergestellt habe, so könnten sich auch andere einflussreiche Personen im Umfeld der Firma mit ihren Kontakten zur CSU als Vermittler angeboten haben. Dazu gehören demnach Leute wie Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen oder der frühere BND-Chef August Hanning.

Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sei sogar als Teilhaber bei Augustus eingestiegen und sei Präsident der Firma geworden.

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