Politik

Prozess Kölnerin wegen Terrorvorwürfen angeklagt

Hausarrest aufgehoben

Archivartikel

Istanbul.Ein Gericht in der türkischen Metropole Istanbul hat den Hausarrest gegen die wegen Terrorvorwürfen angeklagte Kölnerin Gönül Örs aufgehoben. Sie dürfe jedoch das Land nicht verlassen, weil die Ausreisesperre bestehen bleibe, sagte ihre Anwältin Ayse Celik am Dienstag am Istanbuler Gericht Caglayan. Eine Fußfessel müsse ihre Mandantin nicht mehr tragen.

Der Prozess gegen Örs geht jedoch weiter und wird am 1. Oktober fortgesetzt. Örs zeigte sich nach der Verhandlung erleichtert: „Ich bin froh“, sagte sie. „Ich hatte Riesenangst, aber es ist ok, ich bin damit zufrieden erst mal.“

Der Kölnerin wird der Anklageschrift zufolge unter anderem Terrorpropaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen. Örs war im Mai 2019 in die Türkei gereist, um ihre wegen Terrorvorwürfen verurteilte Mutter in der Haft zu besuchen. Örs wurde festgenommen und saß drei Monate in Istanbul in Untersuchungshaft. Im Dezember wurde sie unter Hausarrest gestellt und musste eine Fußfessel tragen. Hintergrund der Anklage war eine Protestaktion im Jahr 2012 in Köln.

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