Politik

Audienz Markus Söder trifft Papst und verteidigt Kreuzerlass

Hilfe für Obdachlose

Archivartikel

Vatikanstadt/Mannheim.Zum Start der Kreuzpflicht für bayerische Landesbehörden hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seinen Erlass verteidigt. Das Kreuz stehe für die christliche Botschaft sowie für eine Grundhaltung mit Respekt und Werten, sagte Söder gestern am Rande seiner Reise zu Papst Franziskus. Insbesondere in Zeiten, in denen vieles unsicher ist, brauche es Halt.

Söder wurde gestern von Papst Franziskus im Vatikan zu einer Privataudienz empfangen. Im Gespräch mit dem Papst kündigte Söder ein Hilfsprogramm für Obdachlose in Großstädten an. Anschließend traf er im Kloster Mater Ecclesiae mit dem emeritierten Papst Benedikt XVI zusammen. Nach dem Beschluss des bayerischen Kabinetts muss seit gestern in den Dienstgebäuden des Freistaats ein Kreuz im Eingangsbereich hängen. Für Hochschulen, Theater und Museen gilt nur eine Empfehlung.

Der Erlass ist nicht nur in der Opposition auf Kritik gestoßen, auch Vertreter der Kirchen warnten vor einer Instrumentalisierung des Kreuzes für Wahlkampfzwecke. Rund 56 Prozent der bayerischen Wähler unterstützen einer Umfrage zufolge Söders Kreuz-Kurs. dpa/red

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