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Höhere Beteiligung an Bundestagswahl im Südwesten als 2013

Archivartikel

Die Wahlberechtigten in Baden-Württemberg haben bei sonnigem Herbstwetter rege ihre Stimme für die Bundestagswahl abgegeben. Dies zeichnete sich schon bei der Briefwahl ab.

Stuttgart/Karlsruhe/Freiburg/Sigmaringen/Heidelberg/Mannheim.Die Bundestagswahl hat in Baden-Württemberg nach einem ruhigen Start bis zum Nachmittag Fahrt aufgenommen. In den meisten größeren Städten des Landes lag die Wahlbeteiligung am frühen Nachmittag Mittagszeit höher als zur gleichen Zeit 2013. Landesweit können rund 7,7 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimmzettel für die Bundestagswahl abgeben. Viele nutzten die Briefwahl. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wählte im Rathaus von Laiz bei Sigmaringen.

In der Stadt Heidelberg, einem Teil des Wahlkreises Heidelberg, haben bis 15.30 Uhr inklusive Briefwählern 60,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben, davon 29,3 Prozent per Brief. In Mannheim hat bis 16 Uhr ein höherer Anteil der Bürger gewählt als 2013. 62 Prozent (2013: 60,8) haben ihre Stimme abgegeben, davon 21,9 Prozent (2013: 19) über die Briefwahl.

Landeswahlleiterin Christiane Friedrich teilte mit, dass die repräsentativ erhobene Wahlbeteiligung in den Wahllokalen um 14.00 Uhr 37,2 Prozent betrug. Im Jahre 2013 wurde zum selben Zeitpunkt eine Wahlbeteiligung von 37,1 Prozent ermittelt. Zur Anzahl der Briefwähler machte die Landeswahlleiterin keine Angaben.

In Stuttgart waren bis 14.00 Uhr 32,5 Prozent der rund 376 000 Stimmberechtigten in die Wallokale gekommen. "Das sind 1 Prozentpunkt weniger als im Jahr 2013", sagte Sprecher Sven Matis. Die Anzahl der Briefwähler liegt in der Landeshauptstadt bei 27,7 Prozent (2013: 23,9). Damit lag die Wahlbeteiligung am frühen Nachmittag bereits bei 60,2 Prozent. Das sind rund 3 Prozentpunkte mehr als vor vier Jahren.

In Freiburg gingen bis 13.30 Uhr 43,8 Prozent der 156 234 Stimmberechtigten an die Wahlurnen (2013: 41,1). Die Briefwähler eingerechnet lag die Wahlbeteiligung bei 60,2 Prozent (2013: 54).

In Pforzheim lag die Wahlbeteiligung um 14.00 Uhr bei 32,1 Prozent (2013: 32,9). Die Briefwähler sind nicht mit eingerechnet. In Karlsruhe kam die Wahlbeteiligung (Stand 14.00 Uhr) auf einen Wert von 43,02 Prozent (2013: 44,4). Hierin sind die Briefwähler mit eingerechnet. An der Briefwahl allein beteiligten sich in diesem Jahr 33,9 Prozent (2013: 27,5).

Konstanz verzeichnete bis 12.00 Uhr eine Wahlbeteiligung von 18,8 Prozent. Stimmberechtigt waren 62 760 Menschen. Vorab per Briefwahl stimmten knapp 30 Prozent der Bürger ab.

Ministerpräsident Kretschmann kam ohne Ehefrau Gerlinde ins Wahllokal. "Ich habe heute so früh gewählt wie noch nie", sagte Kretschmann der Deutschen Presse-Agentur. "Normalerweise wähle ich immer nach dem Kirchgang. Aber heute muss ich nach Berlin schon recht früh. Dort haben wir noch Besprechung, um uns auf die Eventualitäten ein bisschen vorzubereiten. Ich hoffe, dass das Ergebnis besser ist als die Umfragen - also zweistellig", erklärte Kretschmann.

In den bundesweiten Umfragen liegt die CDU mit Kanzlerin Angela Merkel weit vor SPD-Herausforderer Martin Schulz. Spannend dürfte die Frage werden, wer als drittstärkste Kraft in den Bundestag einzieht: die FDP, die Linke oder die Alternative für Deutschland (AfD). Geringere Chancen auf den dritten Platz im Bund haben nach den jüngsten Umfragen die Grünen.

In Baden-Württemberg bewerben sich insgesamt 587 Frauen und Männer um ein Bundestagsmandat. Für die CDU sitzen derzeit 43 Politiker aus dem Südwesten im Parlament. Von der SPD sind es bislang 20, von den Grünen 10 und von den Linken 5. AfD und FDP sind derzeit nicht im Parlament vertreten. Das vorläufige Ergebnis der Bundestagswahl soll in der Nacht zum Montag vorliegen. (dpa/fhe)

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