Politik

Höhere Verteidigungsausgaben, gute wirtschaftliche Lage und Löw als Bundestrainer

Deutliche Erhöhung der Verteidigungsausgaben?

In der Woche des NATO-Gipfels äußern sich die Befragten sehr zwiespältig zum NATO-Ziel, die Verteidigungsausgaben bis 2024 auf 2% des BIP zu erhöhen: 45% der Wahlberechtigten sind für eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf 2%, 49% sind dagegen, 6% machen hier keine Angabe. Während die Unions- (55%), die AfD- (55%) und die FDP-Anhänger (66%) für eine deutliche Erhöhung des Verteidigungshaushalts sind, fällt die Zustimmung bei SPD- (39%) und Grünen- (42%) sowie insbesondere Linke-Anhängern (22%) geringer aus.  

USA verlässlicher Partner für Sicherheit Europas?

Lediglich noch 9% der Deutschen sind der Meinung, dass die USA unter Präsident Donald Trump ein verlässlicher Partner für die Sicherheit Europas sind (Juni 2017: 25%; April-II: 12%), 89% (Juni 2017: 69%; April-II: 85%) sehen in den Vereinigten Staaten aktuell keinen verlässlichen Partner (weiß nicht: 2%; Juni 2017: 6%; April-II: 3%). Mehrheiten von 75% (AfD) bis 95% (SPD) nehmen die USA nicht als verlässlichen Partner für Europas Sicherheit wahr. 

Einfluss Europas in der Welt durch veränderte US-Politik unter Trump?

Eher geteilt sind die Meinungen der Deutschen, wenn es im Zusammenhang mit der veränderten US-Politik unter Donald Trump um Europas Einfluss in der Welt geht: 39% denken, dass die veränderte Politik der USA gar keine große Auswirkung auf den globalen Einfluss Europas hat, 35% glauben, dass das Gewicht Europas dadurch eher größer, 21% meinen hingegen, dass es geringer wird (weiß nicht: 5%). Auch in den verschiedenen Parteianhängerschaften gibt es dazu jeweils ein relativ gespaltenes Meinungsbild.  

Gipfel Trump und Putin: Veränderung der Beziehungen?

Anfang nächster Woche wollen sich die beiden Präsidenten Donald Trump und Wladimir Putin in Helsinki treffen. 70% der Deutschen erwarten durch dieses Gipfeltreffen keine großen Veränderungen in den amerikanisch-russischen Beziehungen, 20% rechnen mit einer Verbesserung und 5% mit einer Verschlechterung des Verhältnisses zwischen den USA und Russland (weiß nicht: 5%). Mehrheiten in allen Parteianhängerschaften glauben, dass dieses Treffen keinen großen Einfluss auf deren Beziehungen haben wird.  

Wirtschaftliche Lage, Wirtschafts- und Arbeitsmarktkompetenz

Aktuell sind 65% der Befragten der Meinung, dass wir uns derzeit in einer guten wirtschaftlichen Lage befinden (Mai: 65%; Juni-I: 62%), 30% halten die ökonomische Situation für teils gut, teils schlecht (Mai: 30%; Juni-I: 33%), 4% bewerten sie als schlecht (Mai: 4%; Juni-I: 4%). 

Immer weniger Befragte (21%) sind allerdings der Ansicht, dass es bei uns konjunkturell zurzeit aufwärtsgeht (Mai: 32%; Juni-I: 28%), 54% erwarten, dass sich in wirtschaftlicher Hinsicht in nächster Zeit nicht viel ändern wird (Mai: 49%; Juni-I: 48%), 21% befürchten einen negativen wirtschaftlichen Trend (Mai: 16%; Juni-I: 20%). 

Die Lösung unserer Wirtschaftsprobleme trauen weiterhin die meisten Befragten (37%) am ehesten der CDU/CSU zu (Mai: 40%; Juni-I: 40%), 13% halten die SPD hier für kompetenter (Mai: 13%; Juni-I: 12%). 6% nennen an dieser Stelle die FDP (Mai: 6%; Juni-I: 5%). 23% glauben, keine der Parteien könnte auf diesem Gebiet viel erreichen (Mai: 21%; Juni-I: 20%), weitere 16% machen keine Angabe (Mai: 16%; Juni-I: 16%).   

Wenn es um die Schaffung neuer Arbeitsplätze geht, wird die CDU/CSU mit 31% (Mai: 31%; Juni-I: 30%) ebenfalls häufiger für geeignet gehalten als die SPD mit 20% (Mai: 24%; Juni-I: 22%). 5% setzen im Bereich Arbeitsmarkt auf die Kompetenz der FDP (Mai: 6%; Juni-I: 5%). 13% sind dezidiert der Meinung, keine der Parteien könne die Arbeitslosigkeit bekämpfen (Mai: 13%; Juni-I: 14%), 21% antworten mit „weiß nicht“ (Mai: 20%; Juni-I: 20%). 

 Ihre eigene wirtschaftliche Lage bezeichnen 64% als gut (Mai: 63%; Juni-I: 63%), 30% als teils gut, teils schlecht (Mai: 29%; Juni-I: 30%), und 6% geben an, in schwierigen finanziellen Verhältnissen zu leben (Mai: 7%; Juni-I: 7%).  

 16% erwarten, dass es ihnen in einem Jahr ökonomisch besser gehen wird (Mai: 18%; Juni-I: 18%), 71% rechnen mit gleichbleibenden finanziellen Verhältnissen (Mai: 70%; Juni-I: 67%), 11% befürchten, dass sie in dieser Hinsicht zukünftig schlechter dastehen werden (Mai: 11%; Juni-I: 12%).

Löw weiter Bundestrainer?

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten (55%) findet es gut, dass Joachim Löw als Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft weitermacht, 31% sehen das nicht so, 14% haben dazu keine Meinung. Tendenziell heißen es Männer und Frauen sowie alle Altersgruppen mehrheitlich gut, dass Löw Bundestrainer bleibt. Im Juli 2010, als Deutschland bei der WM in Südafrika erst im Halbfinale gescheitert war, sagten 87%, sie fänden es gut und 4% nicht gut, wenn Löw weiter Trainer der Nationalmannschaft bliebe (weiß nicht: 9%).

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