Politik

Hymne

Neben der blauen Flagge mit den zwölf goldenen Sternen besitzt die EU noch ein zweites Symbol: die Europa-Hymne. Die Melodie ist der Neunten Symphonie Ludwig van Beethovens entnommen. Mit dem letzten Satz vertonte das Musik-Genie die „Ode an die Freude“ von Friedrich von Schiller. Das Gedicht entsprang dessen idealistischer Vision der Menschen, die zu Brüdern werden – eine Idee, die Beethoven teilte.

1972 nahm der Europarat die „Ode an die Freude“ als Hymne an. Herbert von Karajan wurde damit beauftragt, drei Instrumentalfassungen – für Solo-Piano, Blas- und Symphonieorchester – zu arrangieren. 1985 erklärten die Staats- und Regierungschefs der Union das Stück zur offiziellen Hymne der EU. Es soll Ausdruck der idealistischen Werte Freiheit, Frieden und Solidarität sein, für die Europa steht. Nach Auffassung einiger Parlamentarier hat die Hymne nur einen großen Nachteil: Es gibt keinen gemeinsamen Text, so dass man sie nicht singen kann. Und einige stoßen sich auch daran, dass im bisherigen Text nur von „Brüdern“ die Rede ist, nicht aber von „Schwestern“. ds