Politik

Interesse für Europawahl erneut gestiegen

Mannheim.

Wirtschaftliche Lage

57% sind der Meinung, die ökonomische Lage in Deutschland sei gut (März-I: 62%; April: 56%), 35% halten sie für teils gut, teils schlecht (März-I: 29%; April: 38%), 7% stufen sie als schlecht ein (März-I: 8%; April: 5%).  

Weiterhin erwartet eine Mehrheit von jetzt 50% (März-I: 54%; April: 51%), dass sich wirtschaftlich demnächst „nicht viel ändern“ wird, 13% (März-I: 13%; April: 11%) rechnen mit einem Aufschwung der deutschen Wirtschaft, 34% befürchten (35%; März-I: 32%; April: 35%) eine negative Entwicklung.  

Aktuell sprechen 67% der Befragten von einer guten ökonomischen Lage im Privaten (März-I: 69%; April: 62%), 27% beschreiben diese mit teils gut, teils schlecht (März-I: 25%; April: 31%) und 6% mit „schlecht“ (März-I: 6%; April: 6%).  

17% der Bürger erwarten, dass es ihnen in einem Jahr ökonomisch besser gehen wird als heute (März-I: 16%; April: 17%), 70% rechnen mit ähnlichen Verhältnissen wie zurzeit (März-I: 71%; April: 69%) und 12% befürchten eine Verschlechterung ihrer persönlichen finanziellen Situation (März-I: 12%; April: 13%).

Parteikompetenzen: Wirtschaft und Sozialpolitik

38% halten die CDU/CSU für die Partei mit der höchsten Kompetenz in Wirtschaftsfragen (März-I: 40%; April: 36%), nur 10% glauben, dass die SPD im Bereich Wirtschaft den meisten Sachverstand hat (März-I: 11%; April: 10%), für 6% hat diesen die FDP (März-I: 6%; April: 5%). Dass keine Partei die wirtschaftlichen Probleme lösen kann, denken 22% (März-I: 19%; April: 23%) und 16% machen keine Angabe (März-I: 18%; April: 18%). 

In der Sozialpolitik setzen 29% auf die SPD (Dezember: 26%; Februar-I: 26%); für 23% liegt die Union in diesem Bereich vorn (Dezember: 21%; Februar-I: 22%), 12% vertrauen hier am ehesten den Grünen (Dezember: 13%; Februar-I: 12%) und 10% der Linken (Dezember: 12%; Februar-I: 12%). Ebenfalls 10% sind der Ansicht, keine Partei macht eine Sozialpolitik in ihrem Sinne (Dezember: 7%; Februar-I: 9%), 9% äußern sich nicht dazu (Dezember: 11%; Februar-I: 12%).  

Interesse an der Europawahl

Gut zwei Wochen vor der Wahl des Europäischen Parlaments ist das Interesse für die Wahl im Vergleich zum April noch einmal angestiegen: Zusammen 56% (April: 48%) und damit mehr als die Hälfte der Deutschen geben jetzt an, sich für die Wahl des Europäischen Parlaments sehr stark bzw. stark zu interessieren. Damit liegt dieser Anteil mehr als 20 Prozentpunkte höher als zum selben Zeitpunkt vor fünf Jahren (Mai 2014: 35%). 37% geben aktuell an, sich weniger stark dafür zu interessieren (April: 43%; Mai 2014: 54%), und 7% der Bundesbürger haben aktuell kein Interesse an der Europawahl (April: 8%; Mai 2014: 11%).

Wäre in Deutschland schon am kommenden Sonntag Europawahl, könnte die Union nach unserer Projektion – die neben Langfrist-Bindungen vor allem auch das spezifische Beteiligungs- und Abstimmungsverhalten auf dieser Wahlebene beachtet – mit 32% (unverändert im Vergleich zur letzten Europawahl-Projektion, KW 15/2019) der Stimmen rechnen. Die SPD käme auf 16% (-2) und die Grünen unverändert auf 19%. Die Linke würde konstant 6% erhalten. Die AfD käme auf 12% (+2) und die FDP auf 6% (-1), alle anderen Parteien würden zusammen 9% (+1) erreichen.

EU: Politische Zusammenarbeit

Für die EU ganz allgemein fordern die Deutschen eine Intensivierung der politischen Zusammenarbeit: 82% (März-I: 79%) sind der Ansicht, in der EU soll politisch stärker zusammengearbeitet werden, nur 6% aller Befragten (März-I: 9%) sind für eine zukünftig weniger starke Kooperation und nach Ansicht von 9% (März-I: 9%) sollte sich am derzeitigen Status nicht viel ändern (weiß nicht: 3%).  

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