Politik

Atomkonflikt Teheran fordert Finanzhilfe von EU

Iran erhöht den Druck

Teheran/Paris/Brüssel.Im Atomkonflikt mit dem Iran droht eine weitere Eskalation. Die iranische Staatsführung will ab Samstag weitere Teile des Atomabkommens von 2015 aufkündigen und damit den Druck auf ihre Verhandlungspartner erhöhen. Präsident Hassan Ruhani kündigte am Mittwochabend die dritte Stufe des Rückzugs aus der Vereinbarung an. Zugleich macht der Iran weitere Verhandlungen von europäischen Finanzhilfen in Milliardenhöhe abhängig. Die EU äußerte sich kritisch. „Wir fordern den Iran auf (...), von weiteren Maßnahmen Abstand zu nehmen“, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Zudem müsse der Iran die bereits eingeleiteten Schritte zurücknehmen. In der dritten Stufe solle die iranische Atomorganisation ohne Einschränkung alles in Angriff nehmen, was für den Ausbau der nationalen Atomtechnologie und für die Forschung notwendig sei, sagte Ruhani.

Neue US-Sanktionen

Ruhani versicherte, die Vertragspartner des Abkommens hätten noch zwei Monate Zeit, den Atomdeal doch noch vertragsgerecht umzusetzen. In dem Fall werde auch der Iran das Atomabkommen wieder einhalten. Diese Forderung läuft auf eine Aufhebung der US-Sanktionen hinaus, was US-Präsident Donald Trump ablehnt. Er ordnete am Mittwoch sogar weitere Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor an. 

Zum Thema