Politik

Atomabkommen Washington will Schiffe besser schützen

Iran und USA uneinig

Wien/Washington.Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist keine Entspannung in Sicht. Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) kam am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen, um über die ungewisse Zukunft des Atomabkommens zu beraten. Die USA warfen dem Iran vor, mit seinem Teilausstieg aus der Vereinbarung die internationale Gemeinschaft erpressen zu wollen. US-Botschafterin Jackie Wolcott rief Teheran auf, den Teilausstieg rückgängig zu machen. Sie betonte, dass die USA „zu Verhandlungen ohne Vorbedingungen“ bereit seien.

Der Iran hatte zuvor Forderungen nach Änderungen am Atomabkommen erneut eine Absage erteilt. Das sagte der iranische Außenamtssprecher Abbas Mussawi nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Mussawi betonte, dass sein Land im Atomdeal bleiben wolle, wenn die für das Land vorteilhaften wirtschaftlichen Teile des Abkommens umgesetzt würden. Die USA wollen ein neues Abkommen aushandeln.

Das US-Verteidigungsministerium kündigte unterdessen an, Pläne für eine internationale Koalition zum Schutz von Handelsschiffen nach den Angriffen auf Tanker in der Region vorantreiben zu wollen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hielt eine deutsche Beteiligung offen. dpa