Politik

Jugendpolitik

Seit Mitte der 1990er-Jahre wird der Gestaltung der Jugendpolitik in der Europäischen Union verstärkt Aufmerksamkeit entgegengebracht. Ausgangspunkt war eine Entschließung des Europäischen Parlaments vom 12. Dezember 1996, die eine verbesserte Einbindung von Jugendlichen in die Politik der EU forderte. Seitdem entwickelten sowohl die Kommission als auch der Ministerrat Initiativen zur verstärkten Mitwirkung sowie beruflichen Förderung von Jugendlichen.

Die Hauptkompetenz bei der Jugendpolitik liegt bei den Mitgliedstaaten, die EU kann die nationalen Maßnahmen ergänzen und unterstützen. Dem Erfahrungsaustausch zwischen der lokalen, regionalen, nationalen und europäischen Ebene, beispielsweise mit der sogenannten Offenen Methode der Koordinierung, kommt dabei besondere Bedeutung zu. Auch die Einbeziehung von Jugendverbänden, etwa dem „European Youth Forum“, spielt eine große Rolle.

Sowohl auf regionaler, nationaler als auch auf europäischer Ebene werden zahlreiche Programme angeboten, die besonders die europäische Politik für Jugendliche erfahrbar machen sollen. Dazu gehören der Europäische Freiwilligendienst, Austauschprogramme wie Erasmus oder speziell auf Jugendliche ausgerichtete Besuchsprogramme bei den europäischen Institutionen.