Politik

Schweinepest Erster Fall außerhalb der Gefahrenzone

Junges Tier infiziert

Archivartikel

Bleyen.Die Afrikanische Schweinepest hat sich in Brandenburg ausgeweitet und ist erstmals außerhalb der bisherigen Gefahrenzone aufgetreten. Das Friedrich-Loeffler-Institut, das nationale Prüflabor, bestätigte einen neuen Fall eines infizierten Wildschweines bei Bleyen im Landkreis Märkisch-Oderland, einen Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt. Damit wurden bisher 38 infizierte Wildschweine aus Brandenburg nachgewiesen. Die Brandenburger Landesregierung setzt im Kampf gegen die Ausbreitung auf einen festen Zaun an der Grenze zu Polen und will dafür außerplanmäßig sechs Millionen Euro ausgeben.

Das junge Wildschwein wurde nach Angaben des Verbraucherschutzressorts von einem Jäger erlegt und im Landeslabor untersucht. Um den Fundort bei Bleyen wurde eine Gefahrenzone mit einem Radius von rund 15 Kilometern eingerichtet, in dem Beschränkungen gelten. Dazu zählt ein Jagdverbot, Suche nach toten Wildschweinen und eine vorläufige Nutzungsbeschränkung für Landwirtschaft und Forst.

In Märkisch-Oderland soll auf einem Abschnitt von 20 Kilometern Länge ein Elektrozaun entstehen. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) bot Brandenburg am Mittwoch Hilfe an. Um die Seuche schnell eindämmen zu können, sei eine effektive Koordination der Landkreise notwendig.

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