Politik

Verkehr Streit über Tempolimit spitzt sich zu

Kampagnen gestartet

Archivartikel

Berlin.„JA Bitte!“ versus „NEIN Danke!“: Im Dauerstreit um ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen machen Befürworter und Gegner mobil. Wenige Tage nach dem Start einer Kampagne der CSU gegen eine generelle Beschränkung auf 130 Kilometer pro Stunde konterte die Deutsche Umwelthilfe am Dienstag mit einer Online-Aktion für Tempo 120 – harsche Kritik jeweils inklusive. Die Grünen fingen Überlegungen eines Bundestagsabgeordneten eilig wieder ein, auch über Ausnahmen für Elektroautos von einem Tempolimit nachzudenken.

Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch eröffnete die Gegenattacke und warf der CSU eine „Panikaktion“ vor der Kommunalwahl in Bayern am 15. März vor. Deren Kampagne ziele auf eine „Fortsetzung des besinnungslosen Rasens und gegen den Klimaschutz“, kritisierte die Umwelthilfe. Dabei habe keine andere Einzelmaßnahme im Verkehr ein so hohes Klimaschutzpotenzial und könne so kurzfristig und kostengünstig umgesetzt werden wie ein Tempolimit. Die CSU hatte ihre Kampagne „Mach mit – gemeinsam gegen Tempolimit“ vor einigen Tagen gestartet und will sich damit ausdrücklich gegen das „ideologisch motivierte Vorhaben“ von Grünen, SPD und Linke stellen. dpa

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