Politik

Hochschulen Initiative gegen Zeitverträge für Wissenschaftler

Kampf der Befristung

Archivartikel

Berlin.Gewerkschaften und Wissenschaftler machen sich in einer neuen Initiative für unbefristete Stellen an deutschen Hochschulen stark. Mit Blick auf den geplanten neuen Hochschulpakt, auf den sich Bund und Länder im Mai einigen wollen, forderten sie gestern in Berlin, die geplanten Fördermittel vollständig zur Finanzierung von Dauerstellen zu verwenden. Die Länder sollten über die entsprechende Verwendung der Mittel regelmäßig Bericht erstatten müssen, heißt es weiter. Hinter dem Aufruf stehen die Gewerkschaften Verdi und GEW sowie das Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft, das vor allem aus so genannten Mittelbau-Mitarbeitern besteht, also aus wissenschaftlichem Hochschulpersonal ohne eigenen Lehrstuhl.

„Die so neu zu schaffenden Dauerstellen dürfen kein Ersatz für ohnehin neu zu besetzende Dauerstellen sein oder durch neue befristete Stellen an den Hochschulen im Bundesland kompensiert werden“, heißt es in einer entsprechenden Online-Petition unter dem Schlagwort „Frist ist Frust“. 93 Prozent des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland seien befristet beschäftigt, häufig über viele Jahre. dpa