Politik

Schulen Laut Umweltamt reichen Luftfilter allein nicht aus

Kein Ersatz fürs Lüften

Berlin.In der Debatte um das Corona-Risiko an Schulen warnt das Umweltbundesamt davor, zu sehr auf mobile Luftreiniger zu setzen. Ihr Einsatz in Klassenzimmern sei kein Ersatz für das Lüften, weil sie nicht für die notwendige Zufuhr von Außenluft sorgten, teilte die Behörde am Dienstag mit. Es gebe Fälle, in denen Luftreiniger das Lüften „sinnvoll ergänzen“ könnten – nämlich dort, wo Fenster nicht ausreichend geöffnet werden könnten und auch keine Zu- und Abluftsysteme in Frage kämen. Luftreiniger könnten aber nicht alle Verunreinigungen aus der Raumluft entfernen.

Für das richtige Lüften empfahl das Umweltbundesamt erneut, alle 20 Minuten für etwa drei bis fünf Minuten die Fenster weit zu öffnen und sie in den Unterrichtspausen durchgehend offen zu halten. Räume, die nicht über Fenster oder eine Lüftungsanlage mit Zufuhr von Außenluft gelüftet werden können, sind demnach für den Unterricht nicht geeignet. Auch sachgemäßes Lüften schütze aber nicht vor einer Ansteckung über direkten Kontakt oder Tröpfcheninfektion auf kurzer Distanz. 

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