Politik

Medien „Spiegel“ soll Zitate im Internet löschen

Kohls Witwe klagt weiter

Köln.Helmut Kohls Witwe Maike Kohl-Richter hat weitere Klagen im Zusammenhang mit dem Buch „Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle“ eingereicht. Zusätzlich zu den bereits verbotenen 116 Textstellen habe man beim Landgericht Köln ein Verbot weiterer Passagen beantragt, sagte gestern ihr Anwalt Thomas Hermes. Insgesamt gehe es um 80 bis 90 Prozent des gesamten Buches. Gegen den „Spiegel“ klagt Kohl-Richter zudem auf Unterlassung der Verbreitung von Buchzitaten. Sie sollten aus dem Internet gelöscht werden. In einer weiteren Klage erhebt die Witwe Anspruch auf Gewinnabschöpfung. Den Autoren und dem Buchverlag sollten keine Einkünfte daraus übrig bleiben.

Die neuen Klagen sind unabhängig von einem bereits seit längerem laufenden Entschädigungsverfahren. Das Landgericht Köln hatte im April 2017 entschieden, dass Kohls Buch Persönlichkeitsrecht schwer verletzt habe. Es sprach ihm deshalb die Rekord-Entschädigung von einer Million Euro zu. Die Autoren Heribert Schwan und Tilman Jens sowie der Heyne-Verlag aus der Verlagsgruppe Random-House bestritten die Vorwürfe und gingen dagegen in Berufung. In dieser Sache gibt es heute eine Verhandlung am Oberlandesgericht Köln. 

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