Politik

Finanzen Programm in Hessen trägt zu Rückgang bei

Kommunen mit weniger Krediten

Wiesbaden.Die Städte, Gemeinden und Kreise haben ihren Schuldenberg mit kurzfristig aufgenommenen Krediten deutlich verringert. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, beliefen sich die sogenannten Kassenkredite der Kommunen in ihren Kernhaushalten zum Jahresende 2018 auf rund 35,2 Milliarden Euro. Das war binnen Jahresfrist ein Rückgang von 16,7 Prozent oder 7,1 Milliarden Euro. Kassenkredite sind Darlehen, die sich mit dem Dispositionskredit eines privaten Verbrauchers vergleichen lassen. Rund 85 Prozent aller Kassenkredite entfielen laut Statistikbehörde zum Jahresende 2018 auf Kommunen in den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland.

Viele Schulden in Rheinland-Pfalz

Die höchsten Schulden haben mit einer Gesamtsumme von 22,6 Milliarden Euro die nordrhein-westfälischen Kommunen. Gerechnet auf die Einwohnerzahl ist das Saarland in Sachen Kassenkrediten mit 1950 Euro pro Kopf am höchsten verschuldet, dahinter folgt Rheinland-Pfalz mit 1302 Euro pro Einwohner. Am geringsten war die Pro-Kopf-Verschuldung in Bayern mit 13 Euro, in Baden-Württemberg mit 22 Euro und in Sachsen mit 23 Euro. In Baden-Württemberg betragen die Schulden 238 Millionen Euro, das sind rund 24 Prozent mehr als im Vorjahr. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 458 Euro Kassenkreditschulden je Einwohner.

Maßgeblich zu dem gesamten Rückgang beigetragen hat ein Entschuldungsprogramm des Landes Hessen für seine Kommunen, die sogenannte Hessenkasse. Darüber hatte Hessen Kassenkredite der Städte, Kreise und Gemeinden über rund 4,8 Milliarden Euro abgelöst. Hessen hat Kassenkredite in der Höhe von 385 Millionen Euro, die Schulden gingen im Vergleich zum Vorjahr um rund 93 Prozent zurück. dpa

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