Politik

Fall Susanna Ermittler gleichen Aussagen Tatverdächtiger ab

Kooperation gelobt

Berlin.Die Bundesregierung hat die Abschiebung des im Fall Susanna tatverdächtigen Ali B. aus dem autonomen kurdischen Nordirak begrüßt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte gestern, man sei erleichtert darüber, dass der Tatverdächtige nun in Deutschland den zuständigen Behörden vorgeführt werde. „Das Vorgehen diente dem Ziel, einen dringend Tatverdächtigen hierher zu holen – und zwar in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden.“ Die Entscheidung zur Abschiebung sei von der kurdischen Autonomieregierung in Erbil getroffen worden, sagte Seibert.

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums (BMI) bestätigte, dass der Chef der Bundespolizei, Dieter Romann, persönlich in den von Kurden regierten autonomen Nordirak geflogen sei, um den Verdächtigen abzuholen.

Ali B. hat nach Angaben der hessischen Justiz gestanden, die 14-Jährige Susanna getötet zu haben, bestreitet aber eine Vergewaltigung. Er sitzt in Frankfurt in Untersuchungshaft. Die Ermittler gleichen derzeit Aussagen des Tatverdächtigen und von weiteren Zeugen ab. Man arbeite auf Hochtouren an der Auswertung der Angaben des inhaftierten 20-Jährigen und von Ergebnissen der Rechtsmedizin, sagte eine Sprecherin der Wiesbadener Staatsanwaltschaft. dpa