Politik

Staatsakt Vor 20 Jahren griff Nato zugunsten der Albaner ein

Kosovo feiert Bill Clinton

Pristina.Das Kosovo hat am Mittwoch mit einem Staatsakt den 20. Jahrestag der Nato-Militärintervention in der damaligen jugoslawischen Provinz gefeiert. Nach 78-tägigen Bombardierungen zwang die Nato den damaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic dazu, seine Sicherheitskräfte aus dem Kosovo abzuziehen und dem Einrücken der Nato-geführten KFOR-Truppe in die damals serbische Provinz zuzustimmen. Am 12. Juni 1999 zogen die Nato-Soldaten in das überwiegend albanisch bevölkerte Kosovo ein. Die Kosovo-Albaner empfanden dies als Befreiung von einer serbischen Besatzungsherrschaft, viele Kosovo-Serben flohen vor Racheakten der Albaner. Die Verwaltung des Kosovos übernahm die UN-Administration Unmik. 2008 erklärte sich das Kosovo für unabhängig, was von Serbien bis heute nicht anerkannt wird.

Als Ehrengäste nahmen Ex-US-Präsident Bill Clinton und die frühere Außenministerin Madeleine Albright an der Feier in der Hauptstadt Pristina teil. „Es wird immer zu den großen Ehren meines Lebens zählen, dass ich mit Ihnen gegen die ethnischen Säuberungen und für die Freiheit stand“, sagte Clinton vor einer feiernden Menge. 

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