Politik

Kramp-Karrenbauer büßt Beliebtheit ein

Angela Merkel: Arbeit und Bundeskanzlerin bis 2021

Mannheim.Mit viel Stabilität zu den letzten Wochen und Monaten bewerten 68% (Feb-I: 72%; Feb-II: 69%) aller Wahlberechtigten die Arbeit Angela Merkels im höchsten Regierungsamt eher positiv und 29% (Feb-I: 25%; Feb-II: 27%) eher negativ.

Ähnlich wie zu Jahresbeginn oder im Dezember fänden es 71% (Dez: 68%; Jan-II: 70%) aller Befragten gut, wenn Angela Merkel – wie von ihr angekündigt – bis 2021 Bundeskanzlerin bleibt, 27% (Dez: 29%; Jan-II: 27%) fänden das nicht gut. Positiv wird ein Verbleib Merkels im Kanzleramt bis 2021 von 85% der Unions-, 71% der SPD-, 60% der FDP-, 74% der Linke- und 78% der Grünen-Anhänger gesehen, im AfD-Lager bewerten das umgekehrt 84% kritisch. 

Annegret Kramp-Karrenbauer: CDU-Zukunft und Eignung als Kanzlerin

Bei Annegret Kramp-Karrenbauer gehen die Meinungen zu ihrer Zugkraft für die CDU weit auseinander und hinsichtlich ihrer Qualifikation für das höchste Regierungsamt wachsen die Zweifel. So glauben 41% aller Befragten, dass Kramp-Karrenbauer die CDU als Parteivorsitzende erfolgreich in die Zukunft führen wird, 44% glauben das nicht. Im Unionslager sind dahingehend 60% optimistisch und 31% pessimistisch. 

Dass sich Annegret Kramp-Karrenbauer als Kanzlerin eignet, meinen 34%

(Dez ´18: 38%) aller Befragten, darunter auch nur etwas mehr als die Hälfte der CDU/CSU-Anhänger. Umgekehrt finden nach 41% im Dezember jetzt 51% der Deutschen, dass Kramp-Karrenbauer für dieses Amt nicht geeignet ist, 15%

(Dez ´18: 21%) wollen oder können das nicht abschätzen. Im Detail finden 53% der Unions-, aber nur 26% der SPD-, 20% der AfD-, 33% der FDP-, 23% der Linke- und auch nur 38% der Grünen-Anhänger, dass Kramp-Karrenbauer das Zeug zur Kanzlerin hat. 

Beurteilung von Spitzenpolitikern in Deutschland

Mitte März ist das Ansehen der meisten der zehn – nach Meinung der Deutschen – wichtigsten Politikerinnen und Politiker weitgehend stabil, nur Annegret Kramp-Karrenbauer erlebt einen klaren Einbruch. Ganz oben im Ranking steht weiterhin Wolfgang Schäuble, der auf der +5/-5-Skala (sehr hohes bis sehr niedriges Ansehen) mit durchschnittlich 1,5 bewertet wird. Auf Rang zwei folgt mit unveränderter Bewertung Angela Merkel (1,4), dann Robert Habeck (1,2), in der Note etwas schwächer als zuvor. Olaf Scholz (0,8) rückt trotz konstanter Note auf die vierte Position vor. Annegret Kramp-Karrenbauer (0,7) rutscht mit ihrem bislang schwächsten Wert auf Platz fünf: Neben sichtbaren Imageeinbußen in den eigenen Reihen verliert sie unter SPD-, Linke-, FDP- und Grünen-Anhängern deutlich, im AfD-Lager bleibt sie unverändert negativ. Auf Position sechs und sieben folgen Christian Lindner (0,4) und Friedrich Merz (0,2). Im Schlussdrittel liegen weiterhin Sahra Wagenknecht (-0,1), Andrea Nahles (-0,4) und Horst Seehofer (-0,9). Bei der Frage, wen die Deutschen überhaupt zu den zehn wichtigsten Politikerinnen und Politikern zählen, schaffen es Friedrich Merz und Wolfgang Schäuble nicht mehr in die Top 10. Wieder dabei sind Heiko Maas und Markus Söder, beide im nächsten Politbarometer dann auch bewertet.