Politik

Bundeswehr Ankündigung nach Vorfällen umgesetzt

KSK-Einheit aufgelöst

Archivartikel

Berlin/Calw.Die 2. Kompanie des Kommandos Spezialkräfte der Bundeswehr ist am Donnerstag als Reaktion auf rechtsextremistische Vorfälle aufgelöst worden. Dieser von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bereits vor vier Wochen angekündigte Schritt sei mit einem Appell in der KSK-Kaserne im baden-württembergischen Calw vollzogen worden, sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage in Berlin. Einige der Soldaten der Kompanie bleiben im KSK, andere werden an andere Standorte versetzt.

Die 2. Kompanie ist eine von insgesamt vier Kompanien mit Kommandosoldaten beim KSK, die für Spezialoperationen wie Geiselbefreiungen ausgebildet sind. Ihr gehören nach Schätzungen etwa 300 Kommandosoldaten an. Die 2. Kompanie hatte im April 2017 die berüchtigte „Schweinekopf-Party“ veranstaltet, bei der Soldaten mit Schweineköpfen warfen, Rechtsrock hörten und den Hitlergruß zeigten.

Annegret Kramp-Karrenbauer ließ daraufhin ein Konzept zur Unterbindung rechtsextremistischer Tendenzen im KSK erarbeiten, das 60 Einzelmaßnahmen umfasst. Bis zum 31. Oktober soll die Elitetruppe nun Zeit bekommen, sich zu bewähren. Gelingt das nicht, droht die komplette Auflösung. dpa

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