Politik

Nordsyrien Waffenruhe gilt noch weiter

Kurdenmiliz zieht sich zurück

Archivartikel

Istanbul/Moskau/Damaskus.Die Kurdenmiliz YPG ist nach Angaben des russischen Verteidigungsministers Sergej Schoigu kurz vor Ablauf einer Waffenruhe aus Nordsyrien abgezogen. Nun hätten dort syrische Grenztruppen und die russische Militärpolizei die Kontrolle übernommen, sagte Schoigu der Agentur Interfax zufolge am Dienstag.

Eine zwischen Russland und der Türkei vereinbarte Waffenruhe endete offiziell um 18 Uhr Ortszeit. Sie dürfte nun weiter gelten. Anders als Russland äußerte sich die türkische Führung vorsichtiger. „Wir werden durch gemeinsame Patrouillen feststellen, ob sich die Terroristen tatsächlich zurückgezogen haben oder nicht“, teilte der Kommunikationsdirektor des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Fahrettin Altun, mit.

Trotz der Waffenruhe gab es immer wieder Kämpfe im Grenzgebiet. Erstmals kam es auch zu Gefechten zwischen syrischen Regierungstruppen und mit der Türkei verbündeten Rebellen, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Dienstag mitteilte. Dabei seien sechs syrische Sicherheitskräfte in der Nähe von Ras al-Ain durch türkischen Beschuss verletzt worden. Zuvor seien bei Kämpfen sieben Soldaten der syrischen Armee und vier mit der Türkei verbündete Rebellen getötet worden. Die humanitäre Lage in Nordsyrien ist laut Welternährungsprogramm verheerend. 

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