Politik

Studie Vertrauen in Medien gestiegen

Lob für Regionalzeitungen

Archivartikel

Mainz.Trotz der „Lügenpresse“-Debatten vertraut ein großer Teil der Menschen in Deutschland einer Studie zufolge weiter den etablierten Medien, es hat sich aber auch ein fester Kern an Kritikern herausgebildet. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Publizisten der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität vom vergangenen Jahr, die gestern veröffentlicht wurde. Die Kritiker verurteilten die Medien pauschal und seien überdurchschnittlich häufig an den Rändern des politischen Spektrums zu finden.

Zunehmende Entfremdung

Immerhin jeder vierte Befragte wirft den Medien demnach gezielte Manipulation vor. Konkret stimmten im vergangenen Jahr 25 Prozent der Aussage zu: „Die Medien arbeiten mit der Politik Hand in Hand, um die Meinung der Bevölkerung zu manipulieren.“ 2017 waren es 20 Prozent, ein Jahr davor 27 Prozent gewesen. Die Zahlen belegen eine zunehmende Entfremdung. 27 Prozent der Befragten waren der Auffassung, dass die Medien den Kontakt zu den Menschen verloren haben. Ein Jahr vorher waren es lediglich 18 Prozent gewesen.

Gleichwohl vertrauten 44 Prozent den Medien in wichtigen Fragen – der höchste bisher gemessene Wert (2017: 42 Prozent). Die Vertrauenswerte variieren stark: Am höchsten sind sie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dem 65 Prozent vertrauen, gefolgt von Regionalzeitungen mit 63 Prozent. Nur 21 Prozent vertrauten den Nachrichten auf Seiten von Suchmaschinen nur vier Prozent den Nachrichten in sozialen Netzwerken. dpa