Politik

Konflikte Außenminister besucht Soldaten in Jordanien

Maas ruft Iran zur Mäßigung auf

Amman.Deutschland hat den Iran vor weiteren destabilisierenden Aktionen in der Nahost-Region gewarnt. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte am Montag nach einem Treffen mit seinem jordanischen Amtskollegen Aiman Safadi in der Hauptstadt Amman: „Wenn der Iran deeskalieren will, dann muss er auch aufhören, in der Nachbarschaft zu zündeln“. Das gelte insbesondere auch im Irak. Mit Blick auf die Proteste in Teheran sagte er: „Auch im Iran haben die Menschen das Recht auf freie Meinungsäußerung.“

Maas betonte, der IS sei „nicht besiegt“ und könnte im Irak womöglich neuen Spielraum gewinnen. Dadurch würde langfristig auch die Anschlagsgefahr in Europa steigen. Safadi erklärte, Jordanien halte ein Festhalten an der internationalen Anti-IS-Koalition für sinnvoll. Jordanien gilt als wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den IS. In dem von Konfliktherden umgebenen Königreich haben mehr als eine Million Syrer Zuflucht gefunden.

Vor seiner Rückreise nach Berlin wollte Maas noch die Soldaten der Bundeswehr auf dem rund 90 Kilometer östlich von Amman gelegenen Luftwaffenstützpunkt Al-Asrak besuchen. Die Aufklärungsjets der Bundeswehr über Syrien und dem Irak, die normalerweise von Al-Asrak aus starten, bleiben zur Zeit am Boden. Grund ist eine Aufforderung des irakischen Parlaments, alle ausländischen Truppen abzuziehen. Ebenso ausgesetzt sind die Ausbildungsmissionen der Deutschen für die irakischen Sicherheitskräfte. dpa

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