Politik

Konflikte Französischer Präsident bietet Vermittlung an

Macron trifft belarussische Opposition

Archivartikel

Vilnius.Der französische Präsident Emmanuel Macron will im Machtkampf in Belarus eine vermittelnde Rolle einnehmen und einen friedlichen Machtwechsel voranbringen. Nach einem Treffen am Dienstag mit der belarussischen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja während eines Besuchs in Litauen sagte Macron: „Wir werden auch als Europäer unser Bestes geben, um zu helfen und zu vermitteln“. Dabei unterstützen solle die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Macrons etwa halbstündiges Gespräch mit Tichanowskaja fand in einem Hotel der Hauptstadt Vilnius statt. „Ich habe viel Respekt und Bewunderung für ihr Engagement“, sagte er der Agentur BNS zufolge nach dem Treffen. „Wir hatten eine sehr gute Diskussion“. Doch jetzt gelte es, pragmatisch zu sein und das belarussische Volk zu unterstützen.

Besuch von Merkel geplant

Tichanowskaja war nach den von Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahlen im August auf Druck des Machtapparats des umstrittenen Staatschefs Alexander Lukaschenko ins benachbarte EU-Land Litauen geflüchtet. Mit Macron traf sie dort nun erstmals einen Staatschef eines großen westeuropäischen Landes. Nach eigener Darstellung will Tichanowskaja nächste Woche Deutschland besuchen und sich dort auch mit Kanzlerin Angela Merkel treffen.

Frankreichs Staatschef habe versprochen, „alles zu tun, um bei den Verhandlungen für die politische Krise in unserem Land zu helfen“, sagte Tichanowskaja nach dem Treffen von Journalisten. In einer Mitteilung betonte sie zudem, dass die Menschen in Belarus rasche Neuwahlen unter Vermittlung und durch Verhandlungen der OSZE wollten. Sie selbst sei bereit, mit allen Seiten zu sprechen – auch mit Russland, damit es einen raschen Ausweg aus der Krise in ihrer Heimat geben könne. 

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