Politik

Parteien Neue Aufgabe für ehemaligen SPD-Chef

Martin Schulz soll Stiftung leiten

Berlin.Der ehemalige SPD-Vorsitzende Martin Schulz soll einem Medienbericht zufolge die Führung der parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung übernehmen. Schulz sei als Nachfolger des zum Jahresende abtretenden Stiftungschefs Kurt Beck auserkoren worden, berichtete das Nachrichtenportal „ThePioneer“ am Dienstag unter Berufung auf ungenannte Quellen in Regierung und Partei. Beck hatte den früheren SPD-Kanzlerkandidaten demnach in einem Brief an die Vorstandsmitglieder der Stiftung als seinen Nachfolger vorgeschlagen und darauf hingewiesen, dass dies auch mit der Parteiführung abgesprochen sei.

Wahl im Dezember geplant

Eine kleine Runde hochrangiger Sozialdemokraten habe in einer internen Sitzung am vergangenen Freitag in Berlin grünes Licht für die Personalie gegeben, hieß es weiter. Bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung im Oktober soll sich Schulz dem Bericht zufolge als neuer Stiftungschef präsentieren. Die Wahl sei im Dezember vorgesehen.

Die parteinahen politischen Stiftungen leisten einen Beitrag zur politischen Bildung, etwa durch Veröffentlichungen und Stipendien, und werden überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert. Zu den bundesweiten Stiftungen gehören bisher neben der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung die Konrad-Adenauer-Stiftung der CDU, die Hanns-Seidel-Stiftung (CSU), die Heinrich-Böll-Stiftung (Grüne) und die Rosa-Luxemburg-Stiftung (Linke). 

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