Politik

Protest Blutiger Aufstand in Äthiopien nach Tod von Sänger

Mehr als 200 Tote

Archivartikel

Addis Abeba.Die Zahl der Getöteten bei Protesten in Äthiopien ist laut Polizei auf 239 gestiegen. Bei Demonstrationen nach dem Tod des Sängers Hachalu Hundessa seien in der Region Oromia mindestens 229 Menschen getötet worden, darunter neun Polizisten, sagte am Mittwoch Mustefa Tadir, Chef einer Polizeikommission in Oromia, im regierungsparteinahen Sender Walta Info. Zudem kamen nach vorherigen Behördenangaben zehn Menschen in der Hauptstadt Addis Abeba ums Leben, unter ihnen zwei Polizisten.

Hachalu, der für seine politischen Lieder bekannt ist und von vielen Oromos als Verfechter der Bevölkerungsgruppe angesehen wird, wurde vergangene Woche erschossen. Daraufhin gab es Proteste in Addis Abeba und Oromia und Zusammenstöße mit Sicherheitskräften. In Oromia wurden laut Mustefa rund 3500 Menschen festgenommen. Zudem wurde in Teilen Äthiopiens das Internet abgeschaltet. Dies blieb auch am Mittwoch so. Zwar kehrte Normalität in die Hauptstadt zurück, aber in einigen Teilen Oromias herrschten weiter Spannungen. 

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