Politik

Schlachterei Kitas und Schulen nach Corona-Ausbruch dicht

Mehr als 650 Infektionen

Archivartikel

Rheda-Wiedenbrück/Gütersloh.

Mit mindestens 657 Infizierten gibt es erneut einen folgenreichen Corona-Ausbruch in einer deutschen Fleischfabrik. Die Produktion in dem Schlachtbetrieb in Westfalen wurde vorübergehend eingestellt. Der neue Ausbruch im Schlachtbetrieb trifft mit Tönnies einen Branchenriesen. Deutschlands Marktführer bei der Schlachtung von Schweinen muss seinen Hauptproduktionsbetrieb in Rheda-Wiedenbrück herunterfahren. Der zuständige Landrat Sven-Georg Adenauer geht davon aus, dass der Produktionsstopp zwischen 10 bis 14 Tagen dauern wird. Für den gesamten Kreis will Adenauer einen allgemeinen Lockdown verhindern, obwohl die wichtige Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen deutlich überschritten sei. Tönnies-Sprecher André Vielstädte wandte sich im Namen der Eigentümer an die Öffentlichkeit: „Wir möchten uns bei der Bevölkerung des Kreises im Namen der Familie Tönnies entschuldigen. Wir werden alles dafür tun, das Virus aus dem Betrieb zu bekommen, um wieder arbeitsfähig zu werden.“

Der Kreis Gütersloh kündigte an, alle Schulen und Kitas bis zu den Sommerferien, die in Nordrhein-Westfalen am 26. Juni starten, wieder zu schließen.

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