Politik

Mehrheit hält Lebensmittel für zu billig

Archivartikel

Bei der offenen Frage nach dem wichtigsten Problem in Deutschland wird nach wie vor Umwelt/Klimaschutz/Energiewende am häufigsten genannt (33%). Auf dem zweiten Platz folgt mit 19% der Nennungen Flüchtlinge/Ausländer/Integration, vor Rente/Alterssicherung (13%). Auf jeweils 10% der Nennungen kommen AfD/Rechte, Politik(er)verdruss sowie Bildung/Schule. Es folgen die Themen: Soziale Gerechtigkeit/Soziales Gefälle. (9%), Kosten/Preise/Löhne (6%), Mieten/Wohnungsmarkt (5%) und der Zustand der Regierungsparteien (5%). 

Lebensmittel: Zu billig, zu teuer?

Die Mehrheit der Deutschen (54%) ist der Meinung, Lebensmittel sind bei uns in Deutschland zu billig. 36% halten die Preise für gerade richtig und eine Minderheit von 8% ist der Ansicht, Lebensmittel sind in Deutschland zu teuer (weiß nicht: 2%). Während allerdings 77% der Grünen-, 63% der Linke- sowie 58% der FDP- und 56% der CDU-Anhänger Lebensmittelpreise bei uns als zu günstig ansehen, halten 48% der SPD- und 56% der AfD-Anhänger sie für gerade richtig. Bei den AfD-Anhängern sind zudem 16% der Meinung, die Lebensmittelpreise sind zu hoch.  

Unzufriedenheit der Landwirte gerechtfertigt?

In den letzten Wochen kam es häufig zu Protesten der Landwirte, die damit u.a. ihre Unzufriedenheit mit der Einkommenssituation und den Vorschriften zum Umweltschutz zum Ausdruck brachten. Drei Viertel der Befragten (76%) halten die Unzufriedenheit der Landwirte für gerechtfertigt, 19% halten sie für nicht gerechtfertigt (weiß nicht: 5%).   

Soziale Gerechtigkeit und Zusammenhalt in der Gesellschaft

60% und damit ähnlich viele Befragte wie im August (58%) sind der Ansicht, dass es bei uns sozial ungerecht (48%) bzw. sehr ungerecht (12%) zugeht, für 38% (Aug: 40%) geht es im Großen und Ganzen gerecht (37%) bzw. sehr gerecht (1%) zu. In den politischen Lagern wird die soziale Ungleichheit sehr unterschiedlich bewertet: Während besonders häufig Linke- und AfD-Anhänger (90% bzw. 80%) sowie sichtbare Mehrheiten der FDP- (57%), Grünen - (57%) und SPD-Anhänger (55%) fehlende Gerechtigkeit beklagen, finden 62% der Unions-Anhänger, dass es bei uns alles in allem gerecht zugeht. 

82% (Aug: 81%) und Mehrheiten in allen politischen Lagern sind der Meinung, dass der Zusammenhalt in der Gesellschaft in den letzten Jahren abgenommen hat. Nur 4% (Aug: 5%) sprechen von einer Zunahme des Zusammenhalts und für 14% (Aug: 13%) hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. 

Parteikompetenz: Sozialpolitik

Wenn es um eine erfolgreiche Sozialpolitik geht, setzen 23% (Nov-I: 26%) auf die SPD und 22% (Nov-I: 22%) auf die Union. 13% (Nov-I: 10%) vertrauen hier am ehesten den Grünen und 11% (Nov-I: 13%) der Linken, 4% der FDP (Nov-I: 5%) und 3% der AfD (Nov-I: 2%). 10% (Nov-I: 12%) trauen keiner Partei zu, eine Sozialpolitik in ihrem Sinne zu machen, 13% äußern sich nicht dazu (Nov-I: 9%). 

Tempolimit 130 km/h

Unter anderem zur Verringerung des Schadstoffausstoßes gibt es erneut eine Diskussion über ein allgemeines Tempolimit auf deutschen Autobahnen: 59% und damit mehr Befragte als im Januar 2019 (50%) befürworten eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 130 km/h. 6% (Jan-I 2019: 7%) sprechen sich für eine Begrenzung noch unterhalb von 130 km/h aus. Ein Drittel (33%; Jan-I 2019: 41%) der Deutschen ist grundsätzlich gegen ein allgemeines Tempolimit, darunter eine Mehrheit im FDP- (56%) und AfD-Lager (54%). Gegen ein Tempolimit sind mehr Männer (38%) als Frauen (28%). 

Haushalt: Verwendung von Steuer-Mehreinnahmen

In der Frage, wofür die höheren Steuermehreinnahmen des Staates hauptsächlich verwendet werden sollen, haben ähnlich wie im September 2018 zusätzliche staatliche Ausgaben für die Mehrheit höchste Priorität (46%; Sep-I 2018: 46%). 36% (Sep-I 2018: 32%) sind für Steuersenkungen und lediglich 16% (Sep-I 2018: 20%) sprechen sich für den Abbau von Schulden aus.  

Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen

Mehr als drei Viertel der Deutschen (78%) und Mehrheiten in allen Anhängerschaften befürworten die Abschaffung von Ein- und Zwei-Cent-Münzen innerhalb der Euro-Länder. Jeder Fünfte (18%) ist dagegen (weiß nicht: 4%).  

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