Politik

Merkel: Bitte um Zugang für Lager

Die libysche Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch ist gegen eine europäische Militäroperation, um in Libyen festgehaltene Migranten zu retten. Das erklärte Al-Sarradsch gestern nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin.

Die Regierung hat kaum Kontrolle über die Hauptstadt Tripolis hinaus. Libyen ist Haupttransitland für Migranten, die versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu kommen. Merkel bat: „Dass die Schiffe, die in der Seenotrettung beschäftigt sind, nicht bedroht werden.“ Ein Rettungsschiff der spanischen Hilfsorganisation Proactiva Open Arms war im August nach Helferangaben von der libyschen Küstenwache bedrängt worden.

Merkel sagte, die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sollten zu Flüchtlingslagern auch in Gebieten, auf die Al-Sarradschs Regierung „Zugriff hat“, „noch mehr Zugang“ erhalten. Merkel und der libysche Regierungschef sprachen sich beide für eine verstärkte Rückführung von Migranten in ihre Herkunftsländer aus. dpa