Politik

Mali Kanzlerin besucht Soldaten der UN-Mission

Merkel sagt Bundeswehr Hilfe zu

Archivartikel

Gao.Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den rund 850 Bundeswehrsoldaten im nordmalischen Gao für ihren Einsatz für eine Stabilisierung des von islamistischem Terrorismus bedrohten Landes gedankt. „Die Mission ist schwierig“, sie gehöre zu den gefährlichsten Einsätzen der Bundeswehr weltweit, sagte Merkel gestern im Camp Castor. Dort ist der Großteil des rund 850 Soldaten starken deutschen Kontingents der UN-Mission Minusma stationiert.

Der Einsatz fordere von den Soldaten erhebliches Anpassungsvermögen und Anpassungswillen, sagte die Kanzlerin anerkennend. Die deutschen Soldaten leisteten mit ihrer Aufklärungstätigkeit einen wichten Beitrag. Sie werde sich bei der anstehenden Verlängerung des Mandats dafür einsetzen, dass ein effizientes Arbeiten möglich sei.

Merkel sagte, die Bundesregierung wünsche sich von der malischen Regierung, dass sie die Sicherheitslage im Land verbessern und die Waffenruhe umsetzen könne. Es sei allerdings schwierig, dies nur mit militärischen Mitteln zu erreichen, wenn es nicht ausreichend politische Unterstützung gebe. Das Land sei dringend weiterhin auf solche internationale Hilfe angewiesen.

Der Einsatz ist für die Bundeswehr der zweitgrößte. Die UN-Truppe ist etwa 15 000 Mann stark. Der Norden Malis war 2012 nach einem Militärputsch vorübergehend in die Hände islamistischer und anderer Rebellengruppen geraten. Minusma soll Waffenruhevereinbarungen, vertrauensbildende Maßnahmen und einen politischen Dialog unterstützen. dpa